Bunte Sträuße für die Muttergottes
Die Kirche feiert das Fest „Mariä Himmelfahrt“ am Ende des Sommers und trägt zu Ehren Mariens mit der Segnung der Kräuter die Gaben der Natur in ihren Gottesdienst hinein. Vor dem Binden der Krautbuschen sammelten Helferinnen in der Umgebung nach Heilkräutern, was bei der großen Hitze und bestehenden Trockenheit schon eine Herausforderung darstellte. Zusätzliche Blumen und Kräuter aus den heimischen Gärten der freiwilligen Binderinnen ließen dennoch eine stattliche Anzahl von Krautbuschen entstehen. Von alters her gehören Wermut, Kamille, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Johanniskraut, Pfefferminze, Holunder, Königskerze und Getreide in einen Krautbund. Eine alte Legende berichtet, dass die Apostel das Grab der Gottesmutter Maria nochmals öffnen ließen, aber sie fanden keinen Leichnam mehr sondern duftende Blumen. Eine andere Heiligenerzählung berichtet, dass in dem Moment, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, aus ihrem Grab ein wunderbarer Duft von Kräutern und Blumen emporstieg.
St. Ulrich Ellgau
Kaplan Tony feierte in Ellgau den Vorabendgottesdienst zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ und segnete am Ende der Messfeier die Kräuterbüschel. Diese durften dann gegen eine freiwillige Spende mit nach Hause genommen werden. Das Jahr über sollen sie aufgehängt im Haus oder Stall Mensch und Tier vor Unheil bewahren. Die eingegangene Summe von 500 Euro fließt in die momentane Fassadensanierung der Kirche St. Ulrich ein.
St. Nikolaus Allmannshofen
In Allmannshofen haben fleißige Helferinnen Kräuterbüschel gebunden, die bei der Heiligen Messe am Sonntag gesegnet wurden.
Text: Rosmarie Gumpp
Bilder: privat