„Ehrenamtliche sind wie Sterne“

 In 2026, Allgemein, Westendorf

Zum traditionellen Neujahrsempfang kamen in Westendorf wieder ca. 100 Vertreter der kirchlichen Gruppen, der Kommunen und der Vereine der gesamten Pfarrgemeinde St. Georg Westendorf zusammen. Die Veranstaltung begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Norman D’Souza, Kaplan Tony Thomas und Kaplan Solomon Essiet und festlich umrahmt vom Kirchenchor.

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim begrüßte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Franziska Zwerger alle Mitwirkenden und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Vereine. „Ihr Ehrenamtliche seid wie Sterne.“ Wenn sie in die Runde schaue, sehe sie eine ganze Galaxie des Engagements: Da gibt es die Fixsterne, die seit Jahren unverzichtbar dabei sind. Oder auch die Sternschnuppen, die spontan dazukommen und helfen. Besonders wichtig sind auch die jungen Nachwuchssterne, die sich voller Energie bei den Aktivitäten der Pfarrgemeinde engagieren. Und dann gibt es noch die „Doppelsterne“, die gleich in mehreren Vereinen aktiv sind und so wesentlich zum Gelingen von Veranstaltungen beitragen. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats erinnerte auch an die Sterne, die nicht mehr sichtbar, aber für alle immer im Gedenken da sind, wie der im Frühjahr 2025 verstorbene Pfarrer Bernd Rochna. Der ausdrückliche Dank von Frau Zwerger galt dem Pfarrgemeinderat, der Kirchenverwaltung und dem Pfarrbüro für die Organisation des Neujahrempfangs die Unterstützung über das gesamte Jahr hinweg.

Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter begrüßte alle Anwesenden und besonders seinen Meitinger Amtskollegen Dr. Michael Higl mit Gattin. Er wünschte allen Gesundheit für das kommende Jahr und eine große Portion Optimismus, die bei der aktuellen Nachrichtenlage notwendig sei. Als Denkanstoß erzählte er die Geschichte von zwei Zwillingsschwestern. Während die eine durchwegs optimistisch und zuversichtlich war, gab sich die andere immer pessimistisch. Zum Geburtstag wagten die Eltern der beiden ein Experiment: Die Pessimistin bekam ein neues Handy, eine goldene Kette und ein Fahrrad. Der Optimistin aber legten die Eltern nur einen stinkenden Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer. Dann waren sie gespannt, was passieren würde. Die Pessimistin fanden die Eltern klagend bei Ihren Geschenken, denn das Handy werde bald veraltet sein, die goldene Kette werde nur Neid erzeugen und das Fahrrad werde wohl bald gestohlen werden. Die Optimistin hüpfte vor Freude um die Pferdeäpfel herum und sagte zu den Eltern: “Ich freue mich, weil irgendwo im Haus ein Pony sein muss!” In diesem Sinne appellierte Steffen Richter an die Anwesenden, das Jahr zu nutzen, um bei allen unerfreulichen Botschaften auch immer wieder nach dem „Pony“ zu suchen. Mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry „Mensch sein heißt verantwortlich sein“ ermutigte Richter alle Anwesenden, sich weiterhin verantwortlich für das Gemeinwohl zu fühlen und sich zu engagieren. Außerdem hoffe er, dass die demokratischen Parteien gute Kandidaten für die Kommunalwahlen im März finden.

Die Überleitung zum Essen fasste Pfarrer Norman D’Souza in kurze und treffende Worte: „Lieber Gott, der Hunger ist groß und wir legen los“. Das festliche Buffet, vorbereitet von Claudia Dollinger und ihrem Team aus dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung sowie die vielen informellen Gespräche rundeten den gelungenen Neujahrsempfang ab.

Vertreter der Pfarrgemeinde und der Gemeinde Westendorf: von links nach rechts: Kirchenpfleger Richard Strauß, Kaplan Tony Thomas, Bgm. Dr. Michael Higl, Pfarrer Norman D’Souza, Bgm. Steffen Richter, PGR-Vorsitzende Franziska Zwerger, 2. Vorsitzender und 2. Bgm. Oliver Schneider, Kaplan Solomon Essiet und pastorale Mitarbeiterin Elisabeth Rothen

Text und Bild: Stefan Binger