Führung im Permakulturgarten des Klosters Maihingen

 In 2025, AKUmwelt

AK Umwelt & Schöpfung macht Ausflug

Mitglieder des Arbeitskreises „Umwelt & Schöpfung“ haben mit weiteren Familien aus der Pfarreiengemeinschaft am vergangenen Sonntag (20. Juli) eine Ausflug in den Permakulturgarten des Klosters Maihingen veranstaltet. Nach zahlreichen Treffen und Sitzungen hieß es nun nach knapp drei Jahren Arbeit für die teilnehmenden AK-Mitglieder und ihre Familien und Freunde einmal: durchatmen. 23 Erwachsene und Kinder nahmen an der Exkursion teil.

Nach einer einstündigen Führung durch den ehemaligen Klostergarten in Maihingen, der seit einigen Jahren von der Glaubensgemeinschaft Lumen Christi bewirtschaftet wird und nach Maßgabe der sogenannten Permakultur angelegt ist, wurde im Schatten in der Gartenanlage ein ausgiebiges gemeinsames Picknick veranstaltet. Der Garten gab unterschiedliche Inspirationen für Projekte auch in unserer PG, denn man erhält dort einen Einblick in die Prinzipien der Permakultur: Einem Konzept für nachhaltige Landwirtschaft und Lebensweise, das darauf abzielt, dauerhafte, naturnahe und resiliente Ökosysteme zu schaffen – inspiriert von natürlichen Kreisläufen. So dürfen dort viele verschiedene Pflanzenarten zusammen wachsen. Gemüse, Obst, Kräuter, Blumen, Sträucher und Bäume werden kombiniert, um ein stabiles Ökosystem zu bilden. Der Boden in dem Areal wird mit Kompost, Mulch und bodenschonender Bearbeitung verbessert, Grünschnitt verlässt den Garten nicht, vielmehr stellt man eigenen Kompost und wertvolle Terra Preta-Erde (Terra Preta = portugiesisch für „schwarze Erde“) her, eine extrem fruchtbare, humusreiche Erde, die ursprünglich im Amazonasgebiet schon vor Hunderten bis Tausenden von Jahren von indigenen Völkern geschaffen wurde. Sie gilt heute als Vorbild für nachhaltige Bodenverbesserung und wird in der Permakultur oft eingesetzt.

In Maihingen ist man auch darum bemüht, das Regenwasser der großen Dächer von Kirche und ehemaligem Klostergebäude zu sammeln und effizient zu nutzen. Der gesamte Garten ist so geplant, dass Sonnenverlauf, Windrichtung und Wasserläufe maximal genutzt werden (z. B. mit Hügelbeeten, Tümpeln oder Benjeshecken als Windschutz). Durch Vielfalt, Mischkulturen und Nützlingsförderung wird das ökologische Gleichgewicht ohne chemische Mittel gestärkt. Der große Gemüsegarten dient der Selbstversorgung der Gemeinschaft und der mit im Gebäudetrakt wohnenden Geflüchteten. Dieser Permakulturgarten ist einen Besuch wert – da waren sich alle einig.

Weitere Informationen – auch zu Kursen – rund um Permakultur: https://www.kloster-maihingen.de/das-kloster/permakulturgarten/

Text und Bilder: Judith Freund