„Komm, wir pilgern zur Gnadenmutter nach Altötting“

 In 2026, PGNW, Wallfahrt

Über 50 Personen aus der PG Nordendorf-Westendorf nahmen an der Seniorenwallfahrt zur „Schwarzen Madonna“ teil

„Darauf freue ich mich schon das ganze Jahr“, sagte eine Teilnehmerin und meinte damit die Fahrt mit dem Bus zur Gnadenmutter nach Altötting. Busfahrer Helmut begrüßte froh gelaunt die Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Das Seniorenteam der Pfarrei St. Georg, Westendorf war für die Organisation und Durchführung der Wallfahrt verantwortlich. Roswitha Kwoczalla erläuterte den Tagesablauf, betete und sang mit den Wallfahrern im Bus und erhielt tatkräftige Unterstützung von Gerlinde Halmagyi und Claudia Dollinger. Der Gottesdienst wurde im Kongregationssaal gefeiert, zusammen mit einer Wallfahrergruppe aus Trudering bei München, die mit ihrem Ruhestandsgeistlichen da waren. Der Kongregationssaal geht auf die Gründung der Marianischen Kongregation zurück. An der linken Seite der Stirnwand ist eine Statue des heiligen Antonius von Padua aufgestellt. Dort beten viele Pilger, zahlreiche Kerzen brennen davor. Der heilige Josef und der heilige Bruder Konrad zieren die Altarnischen. Bruder Konrad war Zeit seines Lebens Mitglied in der Altöttinger Marianischen Kongregation. Der Altar selbst ist eine Meisterarbeit der Goldschmiedekunst des 17. Jahrhunderts.

Das gemeinsame Mittagessen nahm die Pilgergruppe im Gasthaus „Altöttinger Hof“ ein. Anschließend war Zeit zur freien Verfügung. Altötting bietet viele Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die Stiftskirche mit dem „Sensenmann“, die Basilika St. Anna, die Gnadenkapelle mit der berühmten „Schwarzen Madonna“, den Kreuzweg, den Kongregationssaal oder die Mechanische Krippe, das Panorama oder die Kirche St. Konrad. Um 15:00 Uhr gestalteten Roswitha Kwoczalla und Heidi Endres mit musikalischer Begleitung von Susi Weber eine Andacht vor der Gnadenkapelle. Über 2000 Votivtafeln zeugen von der Wunderwirkung der Gnadenmutter, die rund um die Gnadenkapelle angebracht sind. Ebenso stehen auch abgestellte Kreuze da, die von einer Heilung erzählen wollen. Das 64 Zentimeter große Gnadenbild ist aus Lindenholz gefertigt, stammt aus dem Burgund und wurde über das Zisterzienserkloster Reitenhaslach nach Altötting gebracht. Seit 1518 werden Mutter und Kind mit kostbar bestickten Gewändern bekleidet. Die vom Ruß der Altarkerzen gefärbten Hände und das Gesicht gaben der Gnadenmutter im Volksmund den Titel „Schwarze Madonna“. Der milde, liebliche Gesichtsausdruck der Gottesmutter – mütterlich verstehend lächelnd – zog Millionen von Menschen an. Unter dem Gnadenbild ist im Gnadenaltar der Weihebrief von Kurfürst Maximilian I. verborgen, in dem er sich und das ganze Bayernland mit eigenem Blut geschrieben der Gottesmutter weiht. Bei unserer Wallfahrt war genügend Zeit und Raum, bei der Gottesmutter in der Gnadenkapelle zu verweilen, dort zu beten, mitgebrachte Sorgen abzulegen und mit einer tiefen Hoffnung wieder zu gehen. Am Nachmittag erlebte die Pilgergruppe auch ein heftiges Gewitter mit Hagel am Wallfahrtsort. Glücklich und zufrieden traten alle kurz vor 16:00 Uhr wieder die Heimreise an. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an unser bewährtes Seniorenteam.

Text und Bilder: Rosmarie Gumpp