Kräuterbüschelsegnung an Mariä Himmelfahrt

 In 2025, Ellgau

Die Kirche feiert das Fest „Mariä Himmelfahrt“ am Ende des Sommers und trägt zu Ehren Mariens mit der Segnung der Kräuter die Gaben der Natur in ihren Gottesdienst hinein. Der alte Brauch der Kräutersegnung entwickelte sich aus Legenden um Maria. Nach einer dieser Erzählungen ließen die Apostel das Grab der Gottesmutter noch einmal öffnen. Sie fanden darin nicht ihren Leichnam, sondern Blumen. Eine andere Heiligenerzählung berichtet, dass aus dem Grab in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft von Kräutern und Blumen entstiegen sein soll. Was alles in das Krautbund kommt, entscheidet sich von Region zu Region verschieden. Von alters her gehören in den Kräuterbüschel Wermut, Kamille, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Johanniskraut, Pfefferminze, Holunder, Königskerze und Getreide. Beim Vorabendgottesdienst segnete Kaplan Tony die im Kirchhof aufgelegten bunten Blumensträuße für Maria, die nach der Messe gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden durften. Dort sollen sie Haus und Hof, Mensch und Tier das ganze Jahr über beschützen. Der diesjährige Erlös von 500 Euro fließt in das neue Hoftor für den Ellgauer Friedhof ein.

Text und Bilder: Rosmarie Gumpp