Wallfahrt der Seniorenkreise in der Diözese Augsburg

 In 2026, Wallfahrt

Die Pfarreiengemeinschaften Nordendorf-Westendorf und Meitingen waren gemeinsam unterwegs

Die diesjährige Wallfahrt der Seniorenkreise in der Diözese Augsburg führte nach Wettenhausen. Das Dominikanerinnenkloster Wettenhausen war bis zum Jahre 1802 ein Reichsstift der Augustiner-Chorherren im Range einer Propstei. Heute gehört es dem Orden der Dominikanerinnen. Das Kloster liegt in der mittelschwäbischen Gemeinde Kammeltal. Stolz erzählt Priorin Sr. Dr. Theresia Mende über den Werdegang des Klosters und verweist auch auf die wunderschöne Kirche Mariä Himmelfahrt. Die zum Konvent Wettenhausen gehörige ehemalige Stiftskirche Mariä Himmelfahrt ist heute Pfarrkirche der Gemeinde Kammeltal. Sie entstand im 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert im barocken Stil unter der Bauleitung von Michael Thumb umgebaut. Sie beherbergt wahre Kunstschätze wie beispielsweise die Kanzel oder die Pieta, vor der auch schon gekrönte Häupter mit ihren Anliegen beteten. Laut Chronik wurde das Kloster bereits 982 von der Gräfin Gertrud von Roggenstein und ihren beiden Söhnen Wernher und Konrad gegründet. Der 30-jährige Krieg (1618-1648) brachte schreckliche Verwüstungen mit sich. Mit Propst Dionys von Rehlingen erreichte das Kloster eine kulturelle, wirtschaftliche und geistliche Blütezeit. 1694 schuf der Stukkateur Johann Georg Brix die prächtige Akanthusdecke im Kaisersaal, die die Besucher bei einer Klosterführung staunen ließ, wie natürlich auch der ganze Kaisersaal selbst. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde das Reichsstift aufgehoben. 1864 erhielten die Dominikanerinnen von St. Ursula in Augsburg die Gebäude, gründeten wieder ein Kloster und richteten eine Schule (Gymnasium) ein. Stolz verweist Sr. Dr. Theresia darauf, dass ihre Ordensgemeinschaft im Wachsen ist.

Nach der Kirchenführung begann der Gottesdienst mit Studentenpfarrer Gabriel Bucher aus Augsburg. Der Geistliche wurde von Altenseelsorger Diakon Robert Ischwang unterstützt, beispielsweise durch eine wunderbare, aussagekräftige und Mut spendende Predigt. In der Klostergaststätte gab es das Mittagessen, später auch noch Kaffee und Kuchen. Es bestand auch die Möglichkeit, an einer Klosterführung teilzunehmen. Die Maiandacht in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt wurde von Diakon Robert Ischwang und seinen Mitarbeiterinnen vorbereitet, gestaltet und durchgeführt. Geistig gestärkt, aber auch körperlich gut versorgt, begaben sich die Wallfahrenden wieder auf den Heimweg. Strahlendes Wetter begleitete einen wunderschönen Tag, der von Roswitha Kwoczalla, Gerlinde Halmagyi und Hildegard Kell bestens geplant und vorbereitet war. Hildegard Kell sprach zu Beginn der Fahrt einen geistlichen Impuls, den Bus chauffierte Stefan Wörle.

Text und Bilder: Rosmarie Gumpp